Aus dem Arbeitsleben

Workshop "Mehrwert von E-Learning" an der Uni Heidelberg

Gemeinsam mit meiner Kollegin Barbara Getto bin ich schon vor geraumer Zeit von der Uni Heidelberg (dank des Educational Media-Netzwerkes) eingeladen worden, einen halbtägigen Workshop im Gesamtkontext von "Mehrwert von E-Learning" durchzuführen. Gerne bin ich der Einladung gefolgt und habe gemeinsam mit Barbara den kleinen Workshop zum Thema "Planung und Realisierung von Blended Learning-Veranstaltungen mit Moodle" angeboten.

Kompetenzentwicklung im Bereich Barrierefreiheit

Gemeinsam mit Tanja Adamus habe ich vor einem halben Jahr (Antragdatum: 15.12.2008!) einen "Antrag auf Mittelzuwendung im Rahmen der Verwendung von Studienbeiträgen für das Projekt Kompetenzentwicklung im Bereich Barrierefreiheit" (was für ein Monstertitel!) eingereicht. Letzte Woche haben wir nun erfahren, dass dieses Projekt - zumindest teilweise - gefördert wird. Grund genug, hier mal kurz über die Idee des Antrags zu berichten.

Gender & E-Tutoring

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass ich das erste Mal über "gendersensitive Mediendidaktik" berichtet habe. Dies geschah, weil ich im Rahmen meiner Arbeit mit der Planung eines gendersensitiven E-Tutoren/Tutorinnen-Training betraut wurde. Es folgten einige weitere Blogeinträge, in denen ich mich mit dem Thema und der Übertragung der gendersenstiven Mediendidaktik auf ein E-Tutoren/E-Tutorinnen-Training auseinandergesetzt habe.

Viel zu tun - E-Learning-Tagung und neue Ausschreibungsrunde

Puhh, momentan passiert in unserem Projekt "RuhrCampusOnline" ziemlich viel.

RuhrCampusOnline bloggt

Nachdem ich nun in den letzten Wochen gehandicapt war und nicht bloggen konnte, habe ich nicht nur einiges nachzuholen. Nein, ich habe auch angefangen, beruflich zu bloggen: Unsere Projektwebsite www.ruhrcampusonline.de bietet seit wenigen Wochen auch einen - kleinen - Blog, den wir dazu nutzen möchten, über den Projektverlauf zu berichten, auf Veranstaltungen hinzuweisen und über aktuelle E-Learning-Themen informieren möchten.

Workshop Barrierefreiheit

Dienstag haben wir unseren ersten Workshop im Rahmen unserer Projekts RuhrCampusOnline durchgeführt. Eingeladen waren die Projektnehmer/innen der drei UAMR-Universitäten, deren E-Learning-Projekte derzeit von uns finanziell gefördert werden.

Forschungskolloquium

Ich habe heute am Forschungskolloquium des Lehrstuhls für Mediendidaktik und Wissensmanagement an der UDE teilgenommen, um mich noch ein wenig für die anstehende Masterarbeit inspirieren zu lassen. In kleiner, angenehmer Runde wurden vier Dissertationsvorhaben in völlig unterschiedlichen Bearbeitungsstadien und ein Forschungsartikel über den Begriff der Virtualität vorgestellt.

Interessant waren dabei nicht nur die unterschiedlichen Forschungsfragen, die in den Bereichen Berufsschule, Lehrerausbildung, Hochschule und betriebliche Weiterbildung verortet sind. Noch spannender fand ich die Prozessbeschreibungen der einzelnen Refererierenden. Je nach Status haben die Refererierenden davon berichtet, wie sie methodisch bisher vorgegangen sind, wie sie weiter vorgehen wollen und wo es derzeit hakt. Zum ersten Mal habe ich den Eindruck gewonnen, dass sich selbst eine Dissertation in überschaubare Teilabschnitte aufteilen lässt.

Eine Promotion habe ich zwar bisher nicht geplant - und eine endgültige Entscheidung darüber werde ich auch erst nach erfolgreichen Abschluss des Masters fällen - dennoch wird der Berg von Mal zu Mal kleiner und der Anreiz, sich mal wirklich intensiv mit der Erforschung einer spannenden Frage zu befassen, größer.

Das AGG und seine Umsetzung

Ich habe mich heute aus beruflichen Gründen etwas intensiver mit dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG) im Hinblick auf Bewerbungsverfahren beschäftigt, welches seit August 2006 gültig ist. Ziel des Gesetzes ist es, Benachteiligungen aufgrund von Geschlecht, Alter, Rasse, ethnischer Herkunft, Behinderung, Relegion/Weltanschauung und sexueller Neigungen zu verhindern bzw. zu beseitigen. Ein lobenswerter Ansatz, bedenkt man, dass eigentlich jedes Unternehmen verpflichtet ist, über dieses Gesetz Bescheid zu wissen und es natürlich auch beachten und umsetzen soll.

Wäre da nicht das Wörtchen "eigentlich". Ich fand es erschreckend, an wie vielen Stellen ich heute aus meiner eigenen Berufslaufbahn bzw. aktuell absolvierten Bewerbungsphase die Nicht-Beachtung (insbesondere auch hinsichtlich der Gefahren auf Arbeitgeber-Seite) finden konnte, die an den meisten Stellen vermutlich auf Nicht-Wissen zurückzuführen ist.

Hier ein paar Beispiele:

  • Bei meinem letzten Arbeitgeber gab es keine Beschwerdestelle, die offiziell benannt werden soll. Auch wurden die Gesetzestexte nirgends ausgehängt, gelegt, etc. OK, war eine kleine Agentur, vielleicht geschah das auch schon vor meiner Einstellung, aber hätte man mich dann nicht dennoch bei meiner Einstellung noch mal auf alles hinweisen müssen?
  • Da die Beweislast in der Regel beim Arbeitgeber liegt, sollten Bewerbungs-/Vorstellungsgespräche möglichst durch min. zwei Personen durchgeführt werden, um Zeugen zu haben. Die meisten Gespräche verlaufen in der Tat so (und wurden auch vor dem Gesetz schon durch mehrere Personen durchgeführt) - ich habe aktuell aber auch das Gegenteil erlebt. Für mich als Bewerber kein Problem, und da ich auch tatsächlich einen neuen Job und nicht eine neue Klage haben wollte, käme ich auch nicht auf die Idee, evtl. gegen irgendwelche Benachteilgungen vorzugehen. Aber prinzipiell besteht diese Gefahr und wird von einigen Bewerbern wohl auch gezielt genutzt.
  • Interessant finde ich insbesondere auch den Hinweis an die Arbeitgeber, dass bei Absagen möglichst keine Gründe (weder schriftlich noch mündlich) angegeben werden sollten, damit sie keine Angriffsfläche bieten. Auch das ist bei mir nicht geschehen - wobei ich hier hinzufügen muss: Ich als Bewerber finde es immer wieder sehr hilfreich, ein Feedback zu erhalten, um herauszufinden, worin meine Schwachstellen bestehen und wie ich diese ausgleichen kann. dennoch, für Arbeitgeber kann diesgefährlich und vor allem kostspielig werden (Klagen sind innerhalb von zwei Monaten nach der Absage auf drei Monatsgehälter möglich).

Tja, bis heute hatte ich selbst so gut wie keine Ahnung über das AGG - ich wusste nur, dass es sowas gibt. Dabei dient es zu meinem Schutz und ich sollte darüber eigentlich informiert sein. Es gibt Momente, da finde ich es echt bedenklich, wie häufig von einem verlangt wird, sich mit all diesen Arbeitsrecht- und Personalthemen selbstständig aus eigener Initiative heraus auseinanderzusetzen.

Wie geht es euch damit? Kennt ihr das AGG? Seid ihr entsprechend "aufgeklärt" worden? Kennen und beachten eure Personaler und Führungsverantwortlichen das Gesetz?

Abschied vom Verlag

"Ist Andy schon weg?"
"Ja, Andy ist schon heim."
"Och, wollte mich doch von ihm verabschieden - bin doch heute das letzte Mal hier."
"Ach quatsch, du kommst doch noch mal wieder. Man kommt immer wieder."

So oder so ähnlich lautete der Wortwechsel mit dem Zimmerkollegen einer meiner nun Ex-Kollegen. Hatte sich einfach aus dem Staub gemacht, ohne persönlich Tschüß zu sagen. Tzzz! Dabei war das nun wirklich mein "letzter Tag" - einerseits seit geraumer Zeit herbeigesehnt, andererseits wäre ich auch gerne noch geblieben.
Exakt zweieinhalb Jahre war ich dort nun erst Praktikantin, anschließend freie Mitarbeiterin. Meine Drohung der ersten Tage "Ich breche das Praktikum ab, wenn ich hier nichts lerne" musste ich zum Glück nie wahrmachen. Gelernt habe ich eine Menge.

Angefangen hat es damals mit dem Redesign von SelGO, es folgte die Entwicklung von eFIT, parall immer wieder mal Digitale Oberstufe und die Cornelsen Lernplattform. Irgendwann wurde dann in Kooperation mit T-Systems das Projekt IT@School ins Leben gerufen - ein schwieriges Projekt. Es folgten weitere kleinere und größere Aufträge im On- und Offline-Bereich. Last but not least das Projekt, welches ich von Anfang an konzeptionell und auch in der Entwicklungs- insbesondere Testingphase begleitet habe und mich sehr stark geprägt hat: fördern@cornelsen.

Auf meiner Abschiedskarte haben ca. 30 Personen unterschrieben - Wahnsinn! - und ich vermisse sogar noch Namen. Über den Satz "Wie das gibt´s - dass man in dieser Abteilung Nicole nicht kennt?" habe ich mich wirklich gefreut. Es war echt eine tolle Zeit und ich werde sicherlich auch mit vielen weiterhin in Kontakt bleiben.

Aber nun geht´s auf zu neuen Ufern in die weite Welt der Werbung. Ich freue mich darauf ...
... wieder Einblicke in eine "andere" Welt zu erhalten.
... neue Abläufe kennen zu lernen.
... mit neuen Leuten zusammenzuarbeiten.
... aber vor allem auch darauf, meine bisherigen Erfahrungen und (Er-)Kenntnisse mit einzubringen.

Kurz: Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge von Berlin über Bielefeld nach Düsseldorf.

Wunder geschehen …

jetzt hatte ich gerade damit abgeschlossen und nicht mehr daran geglaubt, dieses Jahr noch einen festen Job zu ergattern und mich schon intensivst damit beschäftigt, wie ich meine Zukunft gestalten werde (siehe meinen Beitrag zum Thema Kundenakquise), da erhalte ich ein Angebot aus Düsseldorf. Es handelt sich um die Stelle einer Junior Projektleiterin im Online-Bereich einer Werbeagentur - richtig gelesen: Werbung!

Das Vorstellungsgespräch verlief ziemlich gut, ich denke, es wartet ein tolles, sympathisches Team auf mich. Ich freue mich sehr über dieses Angebot und den damit verbundenen Chancen. Schade ist zwar, dass ich damit beruflich komplett aus dem Bildungsbereich herauskomme, aber das werde ich mit meinem Studium kompensieren.

Jetzt gibt es erstmal viel zu tun: Wohnung suchen, Umzug organisieren, Auftraggebern erklären, dass sie demnächst auf mich verzichten müssen, ... Die anstehenden Klausuren sind natürlich auch nicht zu vergessen.

Aber als erstes werde ich auf diese Stelle anstoßen.

PS: Tipps zur Wohnungssuche in D sind herzlich willkommen!
@Dirk: Bitte keine Pendeleien ab Herne vorschlagen - ist mir eindeutig zu weit ;-)