Musik

Kaizers Ochestra im Kölner E-Werk

Letzten Mittwoch erhielt ich von einer Freundin die Mail, mit der Nachricht, dass sie zwei Konzertkarten für diesen Samstag im Kölner E-Werk gewonnen hätte. Ob ich nicht Lust hätte, mitzukommen - spielen würde Kaizers Ochestra.

Hmm, sagt mir ja mal gar nichts. Also schnell mal gegoogelt, was mich denn da so erwarten könnte.

"Kaizers Orchestra sind sechs heißblütige Norweger, die mit einer explosiven Mischung aus Rock, Punk und osteuropäischer Musik den Kontinent erobern wollen." ... so die deutsche Fanpage.

Och, das hört sich doch ganz gut an - bin dabei. Und bekommen habe ich dafür ein wirklich gutes Konzert - das ich nicht einen Song kannte, spielte bei dem Tempo, das die Jungs vorlegten und den norwegischen Texten keine Rolle. Die Mucke ist echt zu empfehlen, wenn man/frau nicht immer Mainstream hören will.

Einige Kostproben gibt's bei MySpace und auf der deutschen Fanpage - wenn ich auch im Nachhinein feststellen muss, dass die Songs aus der Konserve nicht ganz so mitreißend sind, wie live. Daher mein Tipp - unbedingt auf eines ihrer Konzerte gehen. Zu sehen sind sie u.a. noch in Mannheim, Zürich, Wien, Dresden, Berlin, Hamburg und Hannover. Daten gibt's hier.

Jamendo - mach die Ohren auf

... so der Slogan des Flickrs der Musik. Ich bin heute bei der Suche nach gemafreier Musik auf dieses Web(2.0)-Angebot gestoßen. Zu finden sind da immerhin schon 7996 Alben von 4663 Musikern aller Musikrichtungen. Da ich bisher nur kurz gestöbert habe, kann ich leider noch nix zur Qualität sagen. Aber eins steht fest: Die Erkundungstour wird unbedingt noch fortgesetzt - für kostenlose, nicht immer Mainstream-taugliche Musik bin ich doch gerne zu haben.

Peter Bernstein & Joachim Schoenecker in der Jazzschmiede

Habe mein Neubürgergutscheinheft wieder neu für mich entdeckt und bin gerade dabei, die immer noch zahlreichen, attraktiven Gutscheine zeitnah einzulösen, damit sie nicht sinnlos verfallen. Daher war ich am Dienstag in der Düsseldorfer Jazzschmiede und habe mir Gitarrenjazz angehört.

Bei den Gitarristen handelte es sich um die New Yorker Jazz-Nr. Peter Bernstein und seinem Kölner Kollegen Joachim Schoenecker. Die Location hat mir gut gefallen, habe mir fest vorgenommen, das Programm im Blick zu behalten.

Das Konzert selbst hat sich nicht so ganz als "meine Musik" herausgestellt. Im Gegensatz zum Großteil des restlichen Publikums habe ich nicht einen "Standard" gekannt, geschweige denn erkannt, und konnte die vielen Zwischenappläuse (ist das die korrekte Mehrzahl?) nicht nachvollziehen. Vielleicht lag's daran, dass ich weiblich und noch weit unter 40 bin - keine Ahnung. Die zwei sind sicherlich gut, aber leider nicht ganz mein Geschmack. Und genau deswegen war es toll, dass ich einen Gutschein hatte und ermäßigt in das Konzert reingehen konnte. Je ne regrette rien!

Ausflug in die Welt der Musik

Ständig darauf bedacht, dass ich momentan noch viel Zeit habe, um meine vielen tollen Neubürger-Gutscheine einzulösen, bin ich gestern Abend in ein Konzert der Düsseldorfer Symphoniker in der Tonhalle gegangen. Für eine Musikbanausin wie mich schon eine gewagte Tat - und hätte ich ohne Gutschein definitiv nicht gemacht (ergo: das Marketing funktioniert ;-).

Tonhalle

Gespielt wurde (für die Musikkenner unter meinen Lesern):

  • Berlioz, Le Carnaval Romain. Ouverture caractéristique op. 9 /
  • Tschaikowsky, Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 /
  • Beethoven, Symphonie Nr. 5 c-moll op. 67

Fasziniert war ich insbesondere von dem Chefdirigenten John Fiore, ein Mann, dem man es die kompletten zwei Konzertstunden ansieht, wie viel Spaß er an seinem Beruf hat. Ich finde es immer wieder toll, solche Menschen zu entdecken - es bleibt also die Hoffnung, dass auch ich den Job finde, den ich mit sehr viel Spaß und vielleicht auch Leidenschaft ausüben kann.

Das Konzert hat mir insgesamt wirklich gut gefallen - ich bin zwar nicht so der Fan von Sologeigen, aber Gil Shannan scheint ein sehr angesehener Violinist zu sein. Insofern habe ich mich gefreut, in einem Konzert zu sitzen, dass unter Kennern ein hohes Maß an Lob und Applaus verdient hat. Außerdem handelte es sich nur bei Tschaikowsky um ein Stück mit Orchester und Solist.

Ich bin tatsächlich am Überlegen, ob ich auch ohne Gutschein mal wieder in die Tonhalle gehe. Es war ein wirklich netter, entspannter Abend.