Schon vor einigen Wochen habe ich eine Mail von einem der scholarz.net-Macher erhalten, indem er mich einlud und mir den entsprechenden Code mitschickte, um an dem Closed-Beta-Test von scholarz.net teilzunehmen. Auslöser dafür waren meine Blogeinträge zur Literaturverwaltungssoftware Citavi. Auch wenn die Mail bemüht unaufdringlich war, habe ich es anders empfunden. Nun sind aber einige Wochen vergangen, den Blog verfolge ich eh schon seit längerem und um mich mal wieder erfolgreich vorm Lernen zu drücken, habe ich mich dann heute doch mal auf der Plattform angemeldet - naja, so richtig Drücken kann frau da eigentlich noch nicht mal sagen, ist doch eines meiner Prüfungsthemen "Methoden des Wissensmanagement".
Und genau unter diesem Aspekt gefällt mit scholarz.net gar nicht mal schlecht. Die Plattform versucht, Knowledge Management und Social Networking miteinander zu kombinieren - eine Verbindung, die insbesondere im wissenschaftlichen Bereich gar nicht uninteressant ist (und genau da liegt natürlich auch die Zielgruppe dieses Angebots). Zum einen bietet scholarz.net die Möglichkeit, ein eigenes Profil einzurichten. Im Gegensatz zu anderen Social Networking Plattform wie beispielsweise Xing, werden hier insbesondere Informationen zum eigenen Forschungsprofil erfasst. Natürlich gibt es dann auch die bekannten Funktionen zur gegenseitigen Vernetzung. Da habe ich jedoch noch nicht viel ausprobiert, die Community ist in einer noch geschlossenen Beta-Version einfach noch nicht so groß.
Zusätzlich bietet scholarz.net eine Lösung zur Literaturverwaltung und zum Wissensmanagement an. Aufgrund des BibTeX-Imports war es relativ einfach, ein paar Quellen von Citavi mal testweise zu importieren. Das funktionierte soweit auch - naja, wie zu erwarten, sind natürlich noch einige Bugs drin (z.B. erhalte ich bei einer bestimmten Quelle zur Auswahl der Jahreszahl nur Angaben zwischen dem Jahr 35 - 1900 - leider ist die Literatur dann aber doch schon neuerem Datums). Auch werden einige Felder noch nicht richtig oder fehlerfrei befüllt, aber nun gut - alles noch Beta. Die Eingabemaske ist überschaubar, ob sie wirklich für alle Quellen ausreicht, kann ich aber momentan noch nicht sagen - solche Fälle fallen mir immer erst auf, wenn sie dann auch vor mir liegen. Und wie bei Citavi ist es dann auch hier möglich, Zitate als auch Gedanken (!) zu den einzelnen Quellen zu erfassen.
Warum nun das ganze mit einem Social Networking kombiniert werden sollte? Na klar, um Quellen, Gedanken etc. auch miteinander zu tauschen. Sofern ich das recht verstanden habe - und auch nur so fände ich es vernünftig - wird nicht automatisch jede Literaturressource mit dem eigenen Netzwerk geteilt, sondern jede Ressource muss einzeln frei gegeben werden. Die Idee dahinter gefällt mir, denn in den letzten Monaten ist es auch mir schon häufiger passiert, dass ich an gleichen Themen gearbeitet habe wie andere und wir uns hier einen einfachen Austausch gewünscht hätten. Sehr gut kann ich mir hiermit auch die Zusammenarbeit an gemeinsamen Publikationen vorstellen.
Mal schauen, ich denke, ich werde die weiteren Schritte verfolgen. Momentan bleibe ich allerdings Citavi - zumindest hinsichtlich der Literaturverwaltung - treu. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, irgendwann auf eine stabile und bugfreie scholarz.net-Version zu wechseln. Immerhin kommt eine internetgestützte Lösung auch meiner Vorliebe für ortsunabhängige Datenhaltung entgegen - wobei ich mir dann allerdings noch eine Lösung zur individuellen Datensicherung wünschen würde.
So, und nun werde ich mich endlich auch mal den hinter dem Wissensmanagement stehenden Theorien auseinandersetzen. Falls ihr nun aber Lust bekommen habt, scholarz.net auch mal zu testen - auf der Startseite könnt ihr ein sogenanntes Golden Ticket zum Testen anfordern.
Nach der Empfehlung von Barbara habe ich mir heute auch noch kurz CourseLab angeschaut. Was direkt auffällt: Es erschließt sich nicht in fünf Minuten, ist aber dennoch überschaubar. Es war nur ein erster Blick heute - mehr Zeit war nicht da - aber ich denke, ich werde es mir noch etwas genauer anschauen.
Im Gegensatz zu eXe verspricht es zumindest deutlich mehr Flexibilität, die Elemente sind z.B. frei im Template platzierbar. Allerdings ist diese Anwendung in Sachen Nutzerfreundlichkeit deutlich begrenzt - was habe ich nach der Funktion gesucht, einen Text zu ändern ... Selbst bei kleinen Textfeldern muss auf ein Icon [TE] zum Öffnen des Editors geklickt werden, auch wenn der Text theoretisch direkt im Textfeld editierbar sein müsste/sollte/könnte. Meines Erachtens ein nicht intuitives, umständliches Vorgehen. Ähnlich rätselhaft bzw. unnötig und kompliziert fand ich übrigens auch die recht prominent platzierten Icons zum Verschieben einzelner Elemente im Template - das geht mit der Maus doch sehr viel schneller.
Schön hingegen ist jedoch, dass ich hier eine Vorschau erhalte, ohne vorab den Exportvorgang starten zu müssen. In dieser Hinsicht deutlich besser als eXe. Und was die einzelnen Funktionen betrifft, so scheinen diese wesentlich umfangreicher aus. Aber genaueres kann ich noch nicht sagen, dafür hat der erste Blick noch nicht gereicht. Sobald ich dazu komme, mich etwas länger damit auseinanderzusetzen, werde ich noch mal berichten.
Aber wie sieht's denn bei euch aus? Hat von euch schon jemand mit CourseLab oder auch einem anderen Autorentool for free gearbeitet und vielleicht sogar ein kleines Beispiel-WBT frei zugänglich im Netz stehen? Ich würde mich sehr über weitere Anregungen und Empfehlungen freuen.
Beim Durchsurfen der Top 100 Tools Liste habe ich gestern nicht nur Remember The Milk gefunden, sondern auch das Autorentool eXe. Und da ich den Eindruck habe, es kann nicht schaden, in Beratungssituationen über Kenntnisse eines einfachen und vor allem kostenlosen Autorentools zu verfügen, habe ich es mir heute gleich mal angeschaut.
Was mir direkt gefallen hat: Das Programm erschließt sich binnen fünf Minuten - das bedeutet aber auch, dass der Möglichkeiten begrenzt ist. Auf relativ einfachen Weg kann frau eine Struktur mit mehreren Ebenen anlegen. Auf den einzelnen Seiten werden dann sog. iDevice integriert, hierbei handelt es sich um fertige Bausteine für Bildergalerien, Texte, Inhalte aus dem Internet, div. Tests etc. Reichen die vorgegebenen iDevices nicht aus, kann frau sie sich auch selbst zusammenstellen. Wenn's fertig ist, das ganz noch schnell exportieren, z.B. in SCORM und dann in der Lernplattform einbinden. In Moodle benötigt frau dafür nur wenige Klicks und schon ist der neue Content online.
Nicht gefallen hat mir, dass frau im Programm selbst scheinbar keine Vorschaumöglichkeit hat - zumindest konnte ich diese nicht entdecken. Naja, und wie schon erwähnt, sind die Umsetzungsmöglichkeiten stark begrenzt, z.B. ist das Einbinden einzelner iDevices nur untereinander möglich. Nichtsdestotrotz denke ich, dass es sich hierbei - immerhin für lau - um ein Tool handelt, mit dem schnell ohne große HTML oder XHTML-Kenntnisse Inhalte und Tests erstellt werden können. Aus meiner Sicht absolut Anfänger/innen geeignet und entsprechend empfehlenswert. Mal schauen, ob es sich demnächst auch in irgendeinem der kommenden Projekte einsetzen lässt.
Ich glaube, ich habe endlich das Tool gefunden, mit dem ich demnächst meine Aufgaben managen werde: Remember The Milk. Beim Durchsurfen der Top 100 Tool for Learning bin ich vorhin drauf gestoßen. Dort wurde es angekündigt mit "Manage your tasks" - hej, genau das, was ich schon seit Ewigkeiten suche. Ich hab's zwar schon mit diversen Google-Gadgets probiert, mit einer Thunderbird-Erweiterung sowie dem Aufgabenbereich in Outlook und zu Hause auch mit Google-Desktop, aber nichts hat mich so wirklich zufrieden gestellt (entweder die Liste zu kurz, zu unübersichtlich, keine Termineingabe möglich, nur lokal, usw. usf.).
Bei Remember The Milk scheint es anders zu sein - aber konkretes kann ich natürlich auch erst nach einigen Tagen Test sagen. Es handelt sich auch hierbei mal wieder um ein kleines Web2.0-Tool. Nach einer schnellen Registrierung kann man direkt seine ersten Aufgaben eingeben - als Listen werden u.a. die Themn Studium, Arbeit und Privat vorgegeben - wie passend. Neben dieser Sortiermöglichkeit gibt's aber auch Tags (allerdings habe ich noch nicht raus, welchen Nutzen ich in diesem Fall von denen habe). Außerdem kann ich Termine, sogar geschätzte Zeiten als auch Prioritäten vergeben. Es gibt noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, die habe ich aber erstmal nicht beachtet.
Aber nicht nur die Anwendung gefällt mir gut, sondern sehr viel mehr noch die Möglichkeit, die Anwendung direkt in iGoogle einzubinden (meine Startseite schlechthin). Es sind auch Synchronisationen mit dem iPhone oder BlackBerry möglich, Erinnerungen an GMail und und und, aber das interessiert mich nicht weiter. Integriert habe ich die Funktion neben iGoogle auch noch in meinen Google-Kalender, allerdings bin ich von dieser Funktion noch nicht überzeugt. Pro Tag wird mir nun ein kleines Icon im Kalender angezeigt - erst wenn ich darauf klicke, sehe ich auch die entsprechenden Tasks - das ist mir dann doch wieder zu unübersichtlich.
Mal sehen, ich werde dann Morgen mal anfangen, meine ToDo-Liste von der Arbeit dort einzutragen - mal schauen, ob ich es damit endlich schaffe, Überblick zu behalten.
Sodele, die ersten Zeilen der Masterarbeit sind geschrieben. Damit ich nicht erst in ein paar Wochen mein blankes Grauen erlebe, habe ich den Abschnitt von heute schon mal zu Testzwecken formatiert. Und siehe da: Wie erwartet kommt es gleich zu mehreren Fehlern: Bei Sekundärzitaten wird das "vgl." verschluckt und Zitieren mehrere Quellen hintereinander scheint nicht möglich.
Gestern hatte ich ja schon kurz über einige Online-Umfrage-Tools berichtet. Nach meiner Vorwauswahl habe ich mir Befrager etwas genauer angeschaut, der Testzugang bei UniPark stand noch aus. Mittlerweile habe ich das nachgeholt.
Ich stimme Peters Kommentar zu, dass UniPark "eine erschlagende Fülle an Möglichkeiten" mit sich bringt. Daher gestaltete sich die ersten Gehversuche auch deutlich langwieriger als die mit Befrager, welches zwar übersichtlich, aber dadurch unschlagbar intuitiv bedienbar bleibt. Um einzelne Features zu verstehen bzw. in der Nutzeransicht zu finden, blieb mir bei UniPark nix anderes übrig, als in das 630 Seiten (!) dicke Handbuch rein zu schauen. Nichtsdestotrotz, genau dieser Blick hat sich gelohnt und den letzendlichen Ausschlag gegeben: UniPark bietet mir eine automatische Online-Auswertung, in der mir zu allen geschlossenen Fragen schon die Prozentangaben, Mittelwerte und Balkendiagramme angezeigt werden. Da mein Fragebogen voraussichtlich knapp 100 Items haben wird, ist das Gold wert, weshalb ich nun UniPark nutzen werde.
Für kleiner Umfragen und/oder längere Bearbeitungszeiten kann ich dennoch Befrager wärmstens empfehlen - naja, die Performanz sollte man/frau vielleicht vorher mal testen. Aber zumindest was die Fragebogenerstellung betrifft, ist das Tool wirklich gut. Und wie gestern schon berichtet, der Umfang der unterschiedlichen Fragetypen ist zwar wirklich stark begrenzt, aber sollte in der Regel ausreichen.
Bei zwei von mir betreuten Innovationsprojekten handelt es sich um Vorlesungen. Ein Lehrszenario, dem ich von vornherein nicht gerade offen gegenüber stehe, habe ich selbst Vorlesungen zu meinen Präsenzstudienzeiten gemieden, wo es nur ging. Daher suche ich nun seit einiger Zeit nach Lösungen, Online-Vorlesungen interessanter werden zu lassen. Mein Wunsch ist es, Vorlesungen interaktiver zu gestalten und mehr Möglichkeiten zur Kommunikation zu bieten. Außerdem möchte ich davon weg, Vorlesungen Abzufilmen und dann als Stream ins Netz zu stellen - das mag manchmal angebracht sein, hat aber null Innovation und bringt aus meiner Sicht auch keinen nennenswerten Mehrwert mit sich (wenn man/frau mal davon absieht, dass man/frau sich das Filmchen dann unabhängig von Ort und Zeit anschauen kann).
Ein Tool, auf das ich im Rahmen meiner Recherchen aufmerksam geworden bin, ist eMargo - die digitale Randspalte, entwickelt von der TU Darmstadt. Im Gegensatz zu den "üblichen" digitalen Vorlesungen werden hier weder Film noch Folien zur Verfügung gestellt, im Mittelpunkt steht das ursprüngliche Vorlesungsskript. Die Studierenden können das Skript entweder parallel zur Live-Vorlesung aufrufen oder aber auch später von zu Hause aus lesen. Mit eMargo sind dann am Skript Anmerkungen wie Fragezeichen, Texthervorhebungen und Notizen möglich. Die Notizen können sowohl privat als auch öffentlich festgehalten werden. Öffentliche Anmerkungen bieten den Vorteil, darüber nicht nur mit anderen Studierenden in einen Austausch zu treten, sondern auch mit dem Dozenten, der alle Anmerkungen live mitverfolgen kann. Gut gefällt mir auch die Markierung nicht verstandener Abschnitte mittels Fragezeichen - je öfter die Stelle markiert wird, umso größer wird das Fragezeichen dargestellt.
Ich finde, das hört sich vielversprechend an und schreit nach einem Testzugang. Da unser Gesamtprojekt Ende Mai ausläuft, werden die derzeit von mir betreuten Projekte davon leider nicht mehr profitieren können. Aber vielleicht ist das ja eine Idee für zukünftige Projekte, wer weiß ...
Kennt jemand von euch dieses Tool schon? Erfahrungen fände ich sehr spannend.
BTW: Irgendwo habe ich im Rahmen meiner Gender-Recherchen gelesen, das Vorlesungen bei Männern beliebter sind als bei Frauen, denn Männer lernen tendenziell lieber einzeln, Frauen tendenziell lieber kooperativ. Insofern ist es kein Wunder, dass ich Vorlesungen nicht mag ...
Im Rahmen meiner Masterarbeit möchte ich eine Umfrage durchführen. Da die Datenerfassung meiner letzten Befragung (Evaluation des Medienprojekts) mich ziemlich genervt hat, werden ich die Umfrage dieses Mal online durchführen. Das erspart mir nicht nur mühsames Eintippen, sondern hilft gleichzeitig dabei, Übertragungsfehler zu vermeiden. Um nun das passende Tool zu finden, habe ich mir heute mal 5 Angebote etwas genauer angeschaut:
Ich bin gerade ein klein wenig stolz auf mich: Früher als erwartet habe ich soeben das Durchwälzen durch einen immensen Stapel an Büchern, Aufsätzen, Internetdokumenten etc. abgeschlossen. Klar, das ein oder andere wird sicherlich noch dazu kommen - das ist ja immer so. Aber der große Berg liegt hinter mir. Und damit nun die Strukturierung von insgesamt 752 Zitaten, Gedanken und Abbildungen vor mir.
Natürlich habe ich die direkt in meiner Literaturverwaltung Citavi schon kategorisiert. Mir scheint jetzt allerdings, dass ich mit meinen Kategorien etwas fahrlässig umgegangen bin, habe ich doch lediglich 14 Begriffe festgelegt. Da einigen Kategorien nun zwischen 100 und sogar über 200 Zitate zugeordnet sind, werde ich mir da wohl noch etwas einfallen lassen müssen, wie ich diese noch mal neu, kleinschrittiger strukturiere.
Darüber hinaus sind mir in den letzten Tage noch ein paar Kleinigkeiten aufgefallen, die man/frau unbedingt im Blick haben sollte, wenn man/frau mit unterschiedlichen Projekten innerhalb der Software Citavi für nur ein reales Projekt arbeitet.
Alles im allem kann ich daher festhalten, dass es lohnt, sich vor dem Einsatz mit Citavi einige Gedanken über ein strukturiertes Vorgehen zu machen (zumindest sofern man/frau beschließt, ausschließlich die kostenlose Variante zu nutzen), um spätere Fehlerquellen von vornherein zu meiden.
Naja, ich hatte ja nie geplant, über die Magische 100 drüber zu kommen ...Und für's nächste Mal werde ich definitiv vorher über den Kauf der Pro-Version nachdenken. Versuch macht eben doch klug ;-).
Vor Kurzem habe ich darüber berichtet, dass ich die magische Begrenzung von 100 Einträgen in der kostenlosen Citavi-Version geknackt habe und mir nun mit mehreren Projekten behelfen werde. Gestern erhielt ich nun den Kommentar einer Leserin, dass dies zu Problemen bei der abschließenden Formatierung führen könne. Leicht beunruhigt habe ich daher mal getestet, was passiert, wenn ich in ein Dokument Verweise aus beiden Projekten einfüge und dieses anschließend formatiere.