Wissensmanagement

... das Publikum ist automatisch da ...

Seit wenigen Tagen nun schon ist der zweite Teil des Dreiteilers "Die Entdeckung des Menschen: Wissenmanagement im Enterprise 2.0". Über Teil 1 der Slideshow hatte ich ja schon berichtet.

Wenn das Publikum fehlt ...

Durch den Weiterbildungsblog bin ich gerade auf diesen interessanten, ersten Teil zum "Wikipedia Irrtum" gestoßen. Dieser Präsentation zu Folge funktioniert Wissensmanagement in Firmen (im Gegensatz zum Internet) nicht, weil das Publikum fehlt. Die 90-9-1-Regel besagt:

scholarz.net

Schon vor einigen Wochen habe ich eine Mail von einem der scholarz.net-Macher erhalten, indem er mich einlud und mir den entsprechenden Code mitschickte, um an dem Closed-Beta-Test von scholarz.net teilzunehmen. Auslöser dafür waren meine Blogeinträge zur Literaturverwaltungssoftware Citavi. Auch wenn die Mail bemüht unaufdringlich war, habe ich es anders empfunden. Nun sind aber einige Wochen vergangen, den Blog verfolge ich eh schon seit längerem und um mich mal wieder erfolgreich vorm Lernen zu drücken, habe ich mich dann heute doch mal auf der Plattform angemeldet - naja, so richtig Drücken kann frau da eigentlich noch nicht mal sagen, ist doch eines meiner Prüfungsthemen "Methoden des Wissensmanagement".

Und genau unter diesem Aspekt gefällt mit scholarz.net gar nicht mal schlecht. Die Plattform versucht, Knowledge Management und Social Networking miteinander zu kombinieren - eine Verbindung, die insbesondere im wissenschaftlichen Bereich gar nicht uninteressant ist (und genau da liegt natürlich auch die Zielgruppe dieses Angebots). Zum einen bietet scholarz.net die Möglichkeit, ein eigenes Profil einzurichten. Im Gegensatz zu anderen Social Networking Plattform wie beispielsweise Xing, werden hier insbesondere Informationen zum eigenen Forschungsprofil erfasst. Natürlich gibt es dann auch die bekannten Funktionen zur gegenseitigen Vernetzung. Da habe ich jedoch noch nicht viel ausprobiert, die Community ist in einer noch geschlossenen Beta-Version einfach noch nicht so groß.

Zusätzlich bietet scholarz.net eine Lösung zur Literaturverwaltung und zum Wissensmanagement an. Aufgrund des BibTeX-Imports war es relativ einfach, ein paar Quellen von Citavi mal testweise zu importieren. Das funktionierte soweit auch - naja, wie zu erwarten, sind natürlich noch einige Bugs drin (z.B. erhalte ich bei einer bestimmten Quelle zur Auswahl der Jahreszahl nur Angaben zwischen dem Jahr 35 - 1900 - leider ist die Literatur dann aber doch schon neuerem Datums). Auch werden einige Felder noch nicht richtig oder fehlerfrei befüllt, aber nun gut - alles noch Beta. Die Eingabemaske ist überschaubar, ob sie wirklich für alle Quellen ausreicht, kann ich aber momentan noch nicht sagen - solche Fälle fallen mir immer erst auf, wenn sie dann auch vor mir liegen. Und wie bei Citavi ist es dann auch hier möglich, Zitate als auch Gedanken (!)  zu den einzelnen Quellen zu erfassen.

Warum nun das ganze mit einem Social Networking kombiniert werden sollte? Na klar, um Quellen, Gedanken etc. auch miteinander zu tauschen. Sofern ich das recht verstanden habe - und auch nur so fände ich es vernünftig - wird nicht automatisch jede Literaturressource mit dem eigenen Netzwerk geteilt, sondern jede Ressource muss einzeln frei gegeben werden. Die Idee dahinter gefällt mir, denn in den letzten Monaten ist es auch mir schon häufiger passiert, dass ich an gleichen Themen gearbeitet habe wie andere und wir uns hier einen einfachen Austausch gewünscht hätten. Sehr gut kann ich mir hiermit auch die Zusammenarbeit an gemeinsamen Publikationen vorstellen.

Mal schauen, ich denke, ich werde die weiteren Schritte verfolgen. Momentan bleibe ich allerdings Citavi - zumindest hinsichtlich der Literaturverwaltung - treu. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, irgendwann auf eine stabile und bugfreie scholarz.net-Version zu wechseln. Immerhin kommt eine internetgestützte Lösung auch meiner Vorliebe für ortsunabhängige Datenhaltung entgegen - wobei ich mir dann allerdings noch eine Lösung zur individuellen Datensicherung wünschen würde.

So, und nun werde ich mich endlich auch mal den hinter dem Wissensmanagement stehenden Theorien auseinandersetzen. Falls ihr nun aber Lust bekommen habt, scholarz.net auch mal zu testen - auf der Startseite könnt ihr ein sogenanntes Golden Ticket zum Testen  anfordern.

Kann Wissenstransfer wirklich so einfach sein?

Ich beschäftige mich nun seit einigen Tagen sehr ausführlich mit dem Fortschritt meiner Masterarbeit - aber manchmal wird's langweilig. Dann stelle ich fest, dass meine Gedanken sich plötzlich schon mit den möglichen Themen für die mündliche Prüfung auseinander setzen oder ich einfach nur in meinem RSS-Reader herum surfe. Gestern hat beides zu einer interessanten Kombination geführt, die damit endete, dass ich mir die aktuelle Ausgabe von brand eins gekauft habe.

Zuerst las ich im E-Learning-Blog über die aktuelle Ausgabe mit dem bezeichnenden Titel "DUMMHEIT gibt's gratis", später dann noch im Weiterbildungsblog. Insbesondere der Hinweis auf den Artikel zum Thema Wissenstransfer via Storytelling hat mein Interesse geweckt, wurde ich doch erst vor kurzem mit Fragen zum Storytelling konfrontiert und habe das Thema Wissensmanagement hinsichtlich der mündlichen Prüfung im Blick.

Naja, der Artikel selbst geht zwar in eine komplett andere Richtung als ich sie vor kurzem hätte brauchen können, aber im Rahmen von Wissensmanagement ist der Beitrag dennoch sehr interessant und lesenswert. Es geht um die Weitergabe impliziten Wissens kurz vor dem Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter/innen. Das im Artikel  genannte Unternehmen wagte hierzu einen Modelversuch, ließ einen Mitarbeiter seine Erfahrungen erzählen und speicherte so sein Wissen. Der Aufwand war nicht gerade gering - und dennoch griffen kaum Mitarbeiter/innen auf diese Ressource zurück. Die Erkenntnis: Wissensmanagement funktioniert nicht angebots- sondern nachfrageorientiert.

Ein spannender Bericht direkt aus der Praxis, der zeigt, wie es nicht geht und sich trotzdem Gewinn d'raus ziehen lässt, denn: Das Storytelling wird zwar nicht weiter verfolgt, stattdessen aber wird Wissensmanagement nun als Führungsaufgabe begriffen, was zu Umstrukturierungen und damit auch zum gewünschten Wissenstranfer geführt hat.

Bildungs- und Wissensmanagement

Da ich in der letzten Woche erfahren habe, dass meine Klausurvorbereitung beim letzten Mal wohl ganz gut war und ich erstmals mit Mindmaps gelernt habe, habe ich mir überlegt, zwei davon nun öffentlich zur Verfügung zu stellen. Vielleicht sind die Übersichten ja nicht nur für mich hilfreich ;-).

Bildungsmanagement nach Decker & Decker
Wissensmanagement nach Probst, Raub & Romhardt