Es weihnachtete sehr in den letzten Tagen - Zeit, mit der Familie mal wieder ins Kino zu gehen. Als familientauglich wurde "Buddenbrooks" eingestuft, ein Film von Heinrich Breloer.
Mich reizte daran vor allem Armin Müller-Stahl, der mich als Thomas Mann in "Die Manns - Ein Jahrhunderroman" , ebenfalls unter der Regie von Heinrich Breloer, überzeugt hatte. Das es sich dabei um eine Verfilmung eines Thomas Mann Romans handelte, war eher ein Grund, diesen Film nicht zu sehen - aber Thomas Mann zu lesen scheint definitiv etwas anderes zu sein als ihn zu schauen. Von dem Film war ich positiv überrascht. Trotz seiner zweieinhalb Stunden ist der gesamte Handlungsstrang sehr kurzweilig. Neben Armin Müller-Stahl brillierte außerdem auch Jessice Schwarz in diesem Film, die ich bisher nur aus "leichteren" Werken kannte.
Zum Film selbst mag ich gar nicht viel sagen - ich denke, den meisten ist der Inhalt bekannt (falls nicht, kann er auf der Filmhomepage nachgelesen werden). Wie sicherlich auch schon andere zu dem Film geschrieben haben, erlangt die Geschichte gerade in Zeiten der Finanzkrise eine erstaunliche Aktualität. Aber nicht nur das ist es, was ich wieder erkenne. Darüber hinaus ist es auch der Balanceakt zwischen gesellschaftlichen Konventionen und dem eigenen Streben nach dem persönlichen Glück. Es mag heute nicht mehr ganz so engstirnig zugehen, aber zu erkennen sind die äußeren Umstände doch immer wieder.
Mein Fazit: Wer sein/ihr allgemeines Literaturwissen mal wieder auf den aktuellen Stand bringen möchte, sollte diesen Film nicht verpassen (und das behaupte ich einfach mal so, weil mir der Film gefallen hat - einen Vergleich zur Romanvorlage kann ich hingegen nicht bieten ...).