Gestern musste ein weiterer meiner Gutscheine dran glauben. Dieses Mal ging's ins Düsseldorfer Kom(m)ödchen, der Bühne, auf der Harald Schmidt seine ersten großen Auftritte hatte.
Auf die Spielplan stand "Couch. Ein Heimatabend", ein Stück des hauseigenen Ensembles.
Und wieder war es ein wirklich unterhaltsamer Abend. Der Kabarettist Christian wohnt in einem Haus mit sechs doch recht auffälligen Zeitgenossen. Da seine Wohnungstür nicht mehr schließt, kehren diese ein und aus, wie es ihnen gefällt. Da ist zum einen Micha, der Strom bei Christian anzapft, um von den Energiekonzernen unabhängig zu sein. Jana kündigt im halben Stunden Takt ihren Kellnerjob und ist mit ihren 34 Jahren auf dem besten Weg in eine Midlife-Crisis. Mein persönlicher Lieblingscharakter Elmar ist der Hausbesitzer, Oberarschloch und einsames Schwein. Seine Passion: Professioneller Entlasser. Isabell ist verzeifelte Mutter von vier Kindern, die Angst davor hat, keinen Typen mehr ins Bett locken zu können. Ich sage nur: www.torschlusspanik.de - gibt es diese Seite eigentlich wirklich? Und dann sind da noch Manu und Klaus - eigentlich kann man diese getrost als ein Individuum betrachten. Klaus' Problem: Er hat Karl-Heinz im Endstadium und wird beige.
Zusammengefasst handelte es sich um einen Rundumschlag vieler aktueller, gesellschaftlicher Themen, die vor allem uns Deutsche betreffen. Mit viel Witz und netten Gesangsbeilagen wird es ein rundes Stück.
Allerdings fand ich das gesamte Stück doch zu sehr aufgesetzt. Vielleicht lag es daran, dass wir in der ersten Reihe saßen, vielleicht aber auch an meiner Vorliebe für Improvisationstheater. Daher war der lustigste Moment dann doch der, als Klaus und vor allem Christian von einem unerwarteten Lach-Flash gepackt wurden und auf Improvisation angewiesen waren.
PS: Andere Meinungen zum Stück können im Gästebuch des Düsseldorfer Kom(m)ödchens nachgelesen werden.
Kommentare
Na dann wirds ja mal Zeit,