Das war's - Ende der Neuseelandreise 2010/2011

Von Arrowtown fahren direkt zum Flughafen in Queenstown. Unsere Sachen sind wieder dicht gepackt, wir laden meine Tante mit Koffern und Rucksäcken am Eingang ab und suchen den Parkplatz für die Rückgabe des Mietwagens. Schnell noch mal einmal um's Auto rum gehen, prüfen, ob alles raus ist, abschließen und Rückgabeschalter suchen. Dieser befindet sich im Terminal. Vorher sammeln wir noch meine Tante mit all den vielen Taschen ein und gehen in das Gebäude.

Der Rückgabeterminal unseres Verleihers ist unbesetzt. Ich rufe die Zentrale in der Stadt an, den Schlüssel sollen wir einfach in die Box werfen. Kein Problem - machen wir. Wir kehren zurück zu meiner Tante, die wir mit dem Gepäck bei einigen Bänken zurückgelassen hatten. Und plötzlich ist er weg. Der Atlas, der uns vier Wochen (und auch bereits im vergangenen Jahr) so treu durch Neuseeland geführt hat, ist verschwunden. Das gibt es doch nicht, ich bin mir sicher, ihn eben noch aus dem Auto mit rausgenommen zu haben. Wir durchsuchen alle Taschen, der Atlas bleibt verschollen. Wir kehren zum Auto zurück, wagen noch mal einen Blick durch die Fenster, kein Atlas in Sicht. Es bleibt ein Rätsel, an welcher Stelle der (geliehene) Atlas sich von uns getrennt und sich eine/n neue/n Besitzer/in gesucht hat. Und irgendwie passt es ja auch, ein Utensiel genau zu der Zeit und an dem Ort zu verlieren, an dem man es erstmal für längere Zeit definitv nicht mehr brauchen wird.

Das Warten beginnt. Erst in Queenstown, ein paar Stunden später in Auckland. Um die Zeit irgendwie zu verkürzen, bummeln wir durch die Flughafen-Mall. Scheinbar auf der ganzen Welt (außer natürlich in Deutschland) gibt es Baileys Mint zu kaufen. Die Flaschen sind zwar groß, und von wirklich günstig kann auch nicht die Rede sein, mitschleppen muss man sie auch noch - und dennoch: Ich möchte das Zeug so gerne mal probieren. Nachdem ich letztes Jahr diesem Wunsch schon widerstanden habe, greife ich dieses Mal zu. Bereits in Auckland - keine gute Idee! Aber in Osaka hatte ich diese Sorte auf dem Hinflig nicht entdeckt. Die Flasche wird extra so gekennzeichnet, dass sie einen Transferflughafen überstehen können müsste. Konjunktiv!

Wir erreichen Osaka, die Kontrollen beginnen. Wieder mal muss alles durchleuchtet werden. Ach, und Flüssigkeiten über 100ml dürfen nicht mitgenommen werden - keine Ausnahmen. Aber wir haben den Alkohol durch im Duty Free gekauft. Nein, keine Ausnahmen! Ich bin entsetzt - die deutsch-japanisch- englische Konversation frustriert. Schließlich soll ich meinen Namen auf einem Blatt Papier hinterlassen - eine Tabelle mit ausschließlich japanischen Schriftzeichen. Ich habe keine Ahnung wozu, frage nach. Es folgt keine Erklärung. Ich weigere mich. Der Zollbeamte könnte schließlich auch selbst meinen Namen in die Tabelle einfügen - meinen Pass hatte er doch gerade noch in den Händen. So wichtig kann es nicht sein, schließlich dürfen wir - ohne meinen Baileys Mint - weitergehen. Ich bin müde, erschöpft und frustriert - das war dann wohl wieder nichts mit dem Baileys Mint probieren und dazu noch viel Geld für nix ausgegeben.

(Alternativ wurde mir in Osaka übrigens angeboten, auszuchecken [ohne Visum] und den Alkohol einzuchecken. In meinem Rucksack war aber kein Zentimeter mehr Platz - frage mich bis heute, was wohl geschieht, wenn man eine Tüte mit einer Flasche Alkohol so eincheckt? Ob sie die auch auf die Gepäckbänder werfen? Oder wird die Flasche vorher schon vernichtet? Ich werd's wohl vorerst nicht erfahren ...)

PS: Ich mache mich dann jetzt mal an die Bilder ...

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Kommentare

Bist Du noch nie mit Briten

Bist Du noch nie mit Briten geflogen. Die hätten die Flasche Baileys vorm Zollmännchen vernichtet. Allein! Du hättest doch sogar noch Verstärkung dabei gehabt. So wirst Du kein Visum für UK bekommen...

"PS: Ich mache mich dann jetzt mal an die Bilder ..." Löblich, löblich!