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Die Tür

Schon allein wegen Mads Mikkelsen wollte ich Die Tür sehen. Der Däne hat mich schon in Adams Äpfel und Nach der Hochzeit durch sein intensives Spiel voll und ganz überzeugt. Und ich wurde auch dieses Mal von ihm (und auch der restlichen Filmcrew) nicht enttäuscht.

Mads Mikkelsen spielt den Maler David Andernach, dessen Tochter im eigenen Pool ertrinkt, während er mit seiner Nachbarin vögelt. Ein Unfall, den weder er selbst sich noch seine Frau Maja (Jessica Schwarz) ihm verzeihen kann. Fünf Jahre später: David versucht ein letztes Mal mit seiner Ex-Frau über den Unfall zu sprechen, sie aber kann und will ihm nicht zuhören. Sein einziger Ausweg scheint der Pool zu sein, in dem er sich selbst ertränken will - er scheitert jedoch, flieht vor seinem Freund Max (Tim Seyfi), der ihm das Leben gerettet hat und findet dabei die Tür.

Die Tür lässt ihn in der Zeit reisen. David gelangt fünf Jahre zurück - kurz bevor seine kleine Tochter stirbt. Während er sich selbst dabei beobachtet, wie er gerade auf dem Weg zur Nachbarin ist, rennt er zum Pool, um seine kleine zu retten. Kurz danach läuft er selbst über den Weg, ein weiterer Unfall geschieht, das Opfer: Davids jüngeres Ich.

Mit dem Mord an sich selbst wirft der Film eine interessante moralische Frage auf, die einzelne Protagonisten im Film auf unterschiedliche Art und Weise für sich beantworten. Darüber thematisiert der Film den Wunsch danach, in der Zeit reisen zu können, um dadurch Fehler rückwirkend beheben zu können. Ein Wunsch, den scheinbar viele von uns in uns tragen. Um so passender finde ich das Ende des Films, dass einen erkennen lässt, dass man auch in einer veränderten Vergangenheit wieder an den gleichen Punkt kommen kann.

Neben diesen sehr nachdenklich stimmenden Fragen hat sich der Besuch - wie oben schon erwähnt - vor allem wegen Mads Mikkelsen gelohnt. Es gibt nicht viele Schauspieler, die mit solch einer Ausstrahlung spielen.

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