Es ist geschafft - Donnerstag war der 21. Tag meiner Challenge und ich habe es bis zum Schluss (und auch bis heute) erfolgreich geschafft, nicht einmal meine beruflichen Mails während meiner Freizeit zu checken. Und was ich faszinierend finde, Freitag habe ich tagsüber noch nicht mal daran gedacht. Zumindest scheine ich mich tatsächlich schon Richtung Lernstufe 4 zu bewegen. Freut mich, denn seitdem ich meine Mails nicht mehr dauerhaft checke, bin ich tatsächlich etwas entspannter - ich entgehe dem Konflikt, zwar Mails zu lesen, diese aber nicht zu beantworten, weil ich nach außen hin meine Anwesenheit nicht demonstrieren möchte.
In den 21 Tagen scheint meines Erachtens der wahre Trick zu liegen - die muss man durchhalten. Ob man sich dazu nun eines YuKoN-Armbandes bedient oder nicht, das ist sicherlich Geschmackssache. Allerdings gebe ich zu, dass das Armband durchaus ein sinnvolles Tool darstellt. Ich selbst trage z.B. normalerweise keine Armschmuck. Und seitdem ich nun seit Beginn meiner ersten Challenge das YuKoN-Armband trage, weiß ich auch, warum. Es stört beim Tippen auf meiner Laptop-Tastatur, beim Hände waschen, beim Spülen, beim Schlafen, .... Dadurch ist mir ständig präsent, dass dieses Armband da ist. Und da das Armband wiederum gedanklich fest mit der neuen Gewohnheit verknüpft ist, werde ich natürlich auch an diese erinnert, was dazu anregt, die neue Gewohnheit auch einzuhalten.
Ob mir zusätzlich auch die einzelen YuKoN-Elemente geholfen haben, mag ich ehrlich gesagt nicht sagen. Ich kann mir vorstellen, dass ich darauf verzichten könnte, kann mir aber ebenso vorstellen, dass sie für andere Menschen ein zusätzlicher Ansporn sind. Nachdem ich die Preise des YuKoN-Armbands erfahren habe, muss ich allerdings sagen: Vielen Dank, dass ich trotz viel zu später Bewerbung als Testerin das Armband kostenlos erhalten habe - ich würde es mir für den angegebenen Preis niemals kaufen (auch nicht als Schmuck!). Liebe TeNo-Mitarbeiter/innen, entschuldigt an dieser Stelle bitte meine Offenheit, aber was an dem Armband so wertvoll sein soll, erschließt sich mir wirklich nicht. Insofern kann ich den Kauf des Armbands anderen Interessierten nicht empfehlen, sondern würde dazu raten, sich selbst ein kleines "Erinner-mich" zu überlegen (wobei es sinnvoll ist, dieses ständig sichtbar/spürbar bei sich zu haben, Post-its reichen da nicht aus, und es möglichst neu sein sollte - es fällt vermutlich schwer, mit der Uhr, die man eh ständig trägt plötzlich eine neue Gewohnheit zu verknüpfen).
Und über noch etwas habe ich mir Gedanken gemacht - den Titel des Buches "Erfolgreiche Gewohnheiten". Vielleicht erklären die folgenden Gedanken das, was ich schon in einem früheren Blogpost zum Buchinhalt versucht habe, anzudeuten. Das Wort "Erfolg" scheint mir nicht das passenste zu sein. Bei mir weckt es die Assoziation nach Leistung. Leistung, die wiederum messbar ist im Vergleich zu anderen. Wettbewerb. Bei mir löst das sofort Stress aus - genau das, was ich nicht will. Vielleicht bin ich da eine Ausnahme, ich weiß es nicht. Ich persönlich kann allerdings sehr viel Gefallen daran finden, wenn es sich nicht um "erfolgreiche Gewohnheiten" sondern um "glücksorientierte Gewohnheiten" handeln würde. Glück ist für mich ein individuell wahrnehmbarer Zustand, drückt mein persönliches Wohlbefinden aus. Für mich findet damit ein Perspektivwechsel statt: Mir ist es wichtiger, dass ich glücklich bin, als meinen Erfolg im Vergleich zu anderen zu erhöhen.
Noch ein paar Worte zum Schluss: Wie geht's nun weiter? Ich werde auf jeden Fall mit dieser Methode noch weiter Gewohnheiten ändern. Noch bin ich etwas unschlüssig, in welche Richtung die nächste Challenge gehen soll. Zwei Richtungen schweben mir vor: Fernseher konsequent abstellen, wenn der Inhalt mich nicht wirklich interessiert und stattdessen öfter zum Buch greifen und mehr Bewegung durch regelmäßiges Yoga, Spazieren gehen, ... Bevor's jedoch los geht, muss ich mir noch die genauen Regeln überlegen.