Gender & E-Tutoring

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, dass ich das erste Mal über "gendersensitive Mediendidaktik" berichtet habe. Dies geschah, weil ich im Rahmen meiner Arbeit mit der Planung eines gendersensitiven E-Tutoren/Tutorinnen-Training betraut wurde. Es folgten einige weitere Blogeinträge, in denen ich mich mit dem Thema und der Übertragung der gendersenstiven Mediendidaktik auf ein E-Tutoren/E-Tutorinnen-Training auseinandergesetzt habe. Im Sommer habe ich das Arbeitspaket dann an meine Kollegin Tanja Adamus übergeben, die das bereits laufende Training erfolgreich im vergangenen Wintersemester zu Ende führte.

Darüber hinaus hat Tanja nun unser Konzept Anfang März auf dem "5th European Symposium on Gender & ICT" vorgestellt. Das englischsprachige Vortragspaper "Gender and E-Tutoring – A Concept for Gender Sensitive E-Tutor Training Programs" ist nun in der elektronischen Bibliothek der Universität Bremen online frei verfügbar.

Auch wenn ich der Gender-Thematik von Anfang an kritisch gegenüber stand und dies vermutlich auch weiterhin bin, ich habe im Rahmen dieses kleinen Projektes ziemlich viel dazu gelernt, meine eigenen Verhaltensweisen überdacht und teilweise auch geändert. Ich gehöre nicht mehr zu denen, die der Gender-Thematik konsequent aus dem Weg gehen, die sie aber weiterhin hinterfragen und darauf achten, dass "Gender" nicht automatisch mit "Frauenförderung" gleichgesetzt wird, sondern darüber hinaus geht. Und in diesem Sinne freue ich mich auch, dass wir es geschafft haben, auf der Tagung "E-Learning in der Universitätsallianz Metropole Ruhr" ein Panel zum Thema "Gender & E-Learning" einzurichten, für das wir Marc Jelitto, Franka Hesse und Dr. Iris Koall als Referent/innen gewinnen konnten.

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