Ich beschäftige mich nun seit einigen Tagen sehr ausführlich mit dem Fortschritt meiner Masterarbeit - aber manchmal wird's langweilig. Dann stelle ich fest, dass meine Gedanken sich plötzlich schon mit den möglichen Themen für die mündliche Prüfung auseinander setzen oder ich einfach nur in meinem RSS-Reader herum surfe. Gestern hat beides zu einer interessanten Kombination geführt, die damit endete, dass ich mir die aktuelle Ausgabe von brand eins gekauft habe.
Zuerst las ich im E-Learning-Blog über die aktuelle Ausgabe mit dem bezeichnenden Titel "DUMMHEIT gibt's gratis", später dann noch im Weiterbildungsblog. Insbesondere der Hinweis auf den Artikel zum Thema Wissenstransfer via Storytelling hat mein Interesse geweckt, wurde ich doch erst vor kurzem mit Fragen zum Storytelling konfrontiert und habe das Thema Wissensmanagement hinsichtlich der mündlichen Prüfung im Blick.
Naja, der Artikel selbst geht zwar in eine komplett andere Richtung als ich sie vor kurzem hätte brauchen können, aber im Rahmen von Wissensmanagement ist der Beitrag dennoch sehr interessant und lesenswert. Es geht um die Weitergabe impliziten Wissens kurz vor dem Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter/innen. Das im Artikel genannte Unternehmen wagte hierzu einen Modelversuch, ließ einen Mitarbeiter seine Erfahrungen erzählen und speicherte so sein Wissen. Der Aufwand war nicht gerade gering - und dennoch griffen kaum Mitarbeiter/innen auf diese Ressource zurück. Die Erkenntnis: Wissensmanagement funktioniert nicht angebots- sondern nachfrageorientiert.
Ein spannender Bericht direkt aus der Praxis, der zeigt, wie es nicht geht und sich trotzdem Gewinn d'raus ziehen lässt, denn: Das Storytelling wird zwar nicht weiter verfolgt, stattdessen aber wird Wissensmanagement nun als Führungsaufgabe begriffen, was zu Umstrukturierungen und damit auch zum gewünschten Wissenstranfer geführt hat.
Kommentare
Nachdem ich das gelesen