Gemeinsam mit Tanja Adamus habe ich vor einem halben Jahr (Antragdatum: 15.12.2008!) einen "Antrag auf Mittelzuwendung im Rahmen der Verwendung von Studienbeiträgen für das Projekt Kompetenzentwicklung im Bereich Barrierefreiheit" (was für ein Monstertitel!) eingereicht. Letzte Woche haben wir nun erfahren, dass dieses Projekt - zumindest teilweise - gefördert wird. Grund genug, hier mal kurz über die Idee des Antrags zu berichten.
Mit speziellen Angeboten wollen wir an unserer Universität (und damit auch automatisch für die Universitätsallianz der Ruhr-Universitäten) sowohl Lehrende als auch Studierende für das Thema Barrierefreiheit im Zusammenhang mit E-Learning fördern. Seit letztem Jahr wird an der UDE - insbesondere durch ein entsprechendes Prorektorat - Diversity Management besonders gefördert. In diesem Zusammenhang haben wir überlegt, wie wir das im Bereich E-Learning umsetzen können. Durch unser Vorgängerprojekt "Gender & E-Learning" hatten wir schon einige der passenden Themen abgedeckt, daher kamen wir dann auf "Barrierefreiheit". Wenn auch nicht die Hauptzielgruppe des Diversity Managements an der UDE, so gehört die Integration von Studierenden mit Beeinträchtigungen sicherlich auch irgendwo dazu - und die Teilförderung zeigt, dass wir damit nicht all zu verkehrt lagen.
Geplant sind nun zum einen modulare Weiterbildungen für Lehrende, die durch ihre komprimierte Form und ihren Kombinationsmöglichkeiten auf die Zielgruppe zugeschnitten sind. Inhaltlich steht die Gestaltung von barrierefreien Lernmaterialien mit Möglichkeiten zum direkten Ausprobieren anhand eigener Lerninhalte im Fokus.
Darüber hinaus möchten wir auch ein einsemestriges Training für Studierende anbieten, welches nicht nur auf Lerninhalte, sondern etwas allgemeiner auf die barrierefreie Gestaltung von Webinhalten eingehen soll. Damit möchten wir insbsondere BA-Studierenden den Erwerb spezieller Schlüsselkompetenzen ermöglichen, um der zunehmenden Bedeutung des Internets in Studium und Beruf zu entgegnen.
Außerdem sollen natürlich alle Ergebnisse dokumentiert und auch langfristig in Form eines Leitfadens verfügbar gemacht werden.
Momentan wissen wir noch nicht genau, unter welchen Bedingungen wir den Antrag mit der Teilförderung umsetzen müssen. Insofern steht noch nicht fest, ob wir alle geplanten Kompetenten auch umsetzen werden. Dennoch - ich finde es weiterhin ein wichtiges Thema, kombiniert es doch in gewisser Weise auch die Themen meiner Diplom- und Masterarbeit miteinander und freue mich über die Förderung. Schade nur, dass ich vermutlich aus Ressourcenengpässen selbst nicht all zu viel in diesem Projekt mitarbeiten werde.
Kommentare
Da findet sich aber
Da findet sich aber wahrscheinlich ne nette Kollegin, die Dich gerne auf dem Laufenden halten wird. ;-)