Reisevorbereitungen kann man zelebrieren. Wer davon keine Ahnung hat - einfach mich ansprechen (oder mein vermutlich völlig entnervtes Umfeld befragen) ...
Für meine immer näher rückende Reise auf die andere Seite des Globus habe ich mich nicht nur mit Trekking beschäftigt, ein wenig Fett in Muskeln umgewandelt und eine entsprechende Ausrüstung angelegt, sondern lese mich nun auch ein wenig mit Hilfe von Douglas Adams' und Mark Carwardines "Die letzten ihrer Art" und Joe Bennets' "A Land of two Halfs" ein.
Und natürlich habe ich mir auch die Reisereportage "Neuseeland auf eigene Faust" diese Woche im Kino angeschaut. Die zwei Filmemacher Silke Schranz und Christian Wüstenberg haben ihre dreimonatige Reise in das Land der Kiwis dokumentiert, liebevoll zusammengeschnitten und mit vielen Informationen und Witz vertont. Damit touren sie nun durch die deutschen Kinos, lassen Erinnerungen bei ehemaligen Neuseelandurlaubern wieder wach werden, zeigen Eltern das Land, in dem sich ihr Kind befindet oder geben viele Tipps den zukünftigen Reisenden. Was nicht in die zwei Filme (einmal Nordinsel und einmal Südinsel) hineinpasste, erzählen die zwei vor Ort. Sie zeigen die beeindruckenden Landschaften Neuseelands, empfehlen Touren und Backpacker und lassen die Zuschauer/innen teilhaben an ihren Freuden mit den neuseeländischen Fun-Sportarten.
Da es schwer fällt, die Filme inhaltlich zusammenzufassen, möchte ich stattdessen die Landmarken benennen, die meine Vorfreude besonders geschürt haben.
Auf die Nordinsel werde ich vermutlich verzichten, vielleicht gibt's einen Abstecher nach Wellington, aber wenn ich mehr Zeit hätte, dann würde ich unbedingt Thermal Wonderland zwischen Taupo und Rotorua besuchen. Für den natürlichen Chemiebaukasten, den es dort zu sehen gibt, fehlen mir die Worte ... Ich bin einfach nur fasziniert.
Aber zum Glück hat ja auch die Südinsel mehr als ein schönes Eckchen zu bieten. Neben dem Fjordland, welches ich schon aufgrund meiner dort lebenden Verwandtschaft auf meiner Reiseroute liegt, hatte ich ebenfalls schon von Anfang an ein Auge auf den Abel Tasman Nationalpark geworfen. Außerdem hatte mir ein früherer Kollege empfohlen, unbedingt an einer Gletschertour teilzunehmen. Der Film bekräftigt diese Empfehlung. Es scheint ein einmaliges Erlebnis zu sein, einen Gletscher bis zum Gipfel zu erklimmen und dabei die ein oder andere Gletscherspalte zu überwinden. Begeistert hat mich die Professionalität, mit der die Neuseeländer diese Touren anzubieten scheinen und damit Erlebnis und Sicherheit auf höchstem Niveau versprechen. Als völlig neues Eckchen ist Farewell Split im Norden der Südinsel hinzukommen. Nur wenige Anbieter haben die Erlaubnis, das Naturschutzgebiet auf der schmalen Halbinsel zu befahren. Außerdem fange nun auch ich an, mich für whale oder dolphin watching zu begeistern. Bisher waren die Aussagen darüber sehr unterschiedlich: teuer, zu weit weg vs. unbedingt buchen. Die zwei Filmemacher haben entsprechende Touren gebucht. Und neben dem Wal gab es auch gleich riesige Schwärme von Delphinen zu bestaunen - mit solchen Massen von ca. 500-3.000 Tieren hätte ich bisher nicht gerechnet. Ob auch ich dieses Glück haben werde?
Ich werd's berichten. Und ebenfalls, ob ich es zum Farewell Split geschafft, den Franz-Josef- oder Foxgletscher bezwungen, in den traumhaften Buchten des Abel Tasman Nationalpark gelegen oder noch ganz andere Ecken dieses faszinierenden Landes entdeckt habe.
Kommentare
Ich finde es toll, dass Du
Ich finde es toll, dass Du Dich so vorbereitest, gerade wenn du wenig Zeit hat, profierst du bestimmt davon. Den Film von den zwei Neuseelandreisenden haben wir auch gesehen :-)