Online-Weiterbildungen in Adobe Connect

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Mittlerweile liegt die letzte Sitzung unserer Online-Weiterbildung "E-Moderation im virtuellen Seminarraum" zwar schon drei Wochen zurück, nichtsdestotrotz möchte ich das für uns neuartige Szenario hier nochmal kurz  reflektieren.

In insgesamt fünf Sitzungen á 1,5 Stunden haben wir Hochschullehrenden einen komprimierten Einblick in die E-Moderation und in die von uns gewählte Software Adobe Connect gegeben. Die Herausforderung: Es gab kein - wie in Blended Learning oft übliches - Präsenz-Kick-off-Treffen. Wir haben uns von Anfang an direkt im virtuellen Seminarraum getroffen. Damit die Teilnehmenden den Weg dorthin finden, haben wir ihnen im Vorfeld ein Dokument mit den "Ersten Schritten" zur Verfügung gestellt. In der ersten Sitzung haben wir außerdem eine kleine Softwareschulung durchgeführt - schließlich sollten unsere Teilnehmenden nicht nur passiv teilnehmen, sondern im Verlauf der fünf Sitzungen zunehmend zum/zur aktiven E-Moderator/in werden. Dazu haben wir den Teilnehmenden mit jeder Sitzung mehr Raum zum eigenen Ausprobieren gegeben, in denen wir ihnen fallbasierte Aufgaben zur Verfügung gestellt haben, die im Plenum und/oder der Kleingruppe bearbeitet wurden. Parallel dazu haben wir unseren Input pro Sitzung verringert und damit den Aufbau eigenen Wissens unterstützt.

Ich denke, das Konzept ist größtenteils aufgegangen, auch wenn von einigen Teilnehmende der Wunsch nach einem Präsenz-Kennenlernen auch nach einer Präsenzschulung geäußert wurde. Meiner Meinung nach lassen sich Erfahrungen in einem virtuellen Seminarraum wie Adobe Connect nur in einer realen (in diesem Fall virtuellen) Lernsituation gewinnen, da sonst die Kommunikationseinschränkungen und die Auswirkungen technischer Probleme nicht erfahrbar werden. Andere Teilnehmende haben sich übrigens im Abschlussfeedback auch genau entgegengesetzt geäußert - sie hätten sich gerne noch mehr Situationen gewünscht, in denen sie selbst zum Zuge kommen. Im nächsten Jahr werden daher versuchen, noch mehr Möglichkeiten zu bieten, die E-Moderation innerhalb der Weiterbildung selbst auszuprobieren.

Nichtsdestotrotz kann ich Äußerungen nachvollziehen, in denen Präsenzanteile gefordert werden: Wir hatten für die Dauer der gesamten Wieterbildung mit extremen, nicht nachvollziehbaren technischen Problemen zu kämpfen. Im Nachhinein bin ich immer noch erstaunt darüber, dass alle neun Teilnehmenden bis zum Schluss durchgehalten haben - fast in jeder Sitzung gab es eine oder mehrere Personen, die Probleme mit der Audioübertragung hatte und somit nur begrenzt teilnehmen konnte, was zu einer wahren Prüfung für die eigene Frustrationstoleranz wurde. Und auch wir Trainerinnen waren davon leider nicht ausgeschlossen, was bei uns zu dem Fazit führte, dass die Durchführung eines solchen Szenarios alleine nicht möglich ist. Immer wieder musste diejenige von uns, die gerade nicht moderierte, die "Übersetzung" der Inhalte in den Textchat übernehmen oder bei der Überprüfung der Audioeinstellungen unterstützen. Den Kamerapod haben wir schon in der ersten Sitzung zugunsten einer geringeren Übertragungsrate entfernt und damit auf einen wichtigen Rückkopplungsskanal verzichtet. Und auch das Whiteboard als wichtiges Element der Zusammenarbeit konnten wir aufgrund eines Bugs leider nur beschränkt nutzen. Immer wieder mussten wir improvisieren. Das hatten wir uns in der Tat ganz anders vorgestellt. Einige unserer Teilnehmenden hingegen waren durchaus dankbar dafür, solche technischen Probleme und auch deren Lösungen miterleben zu dürfen, um für den eigenen Einsatz auf alles vorbereitet zu sein. Dennoch: Für unsere nächste Online-Weiterbildung werden wir nach einer stabileren Lösung als den bisher von uns verwendeten Server suchen.

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Kommentare

 Hi Nicole,jetzt sitze ich

 Hi Nicole,

jetzt sitze ich gerade im Zug und lese Dein Blog, dabei standest Du mir gerade noch gegenüber. Wir hätten dieses Thema vertiefen sollen, aber ich habe nicht schnell genug geschaltet. Ich habe einen Doktoranden, der sich mit den Einsatzmöglichkeiten (und -grenzen) von virtuellen Klassen- bzw- Konferenzräumen in der Tiermedizin auseinandersetzt. Das ganze v.a. mit netucate. Aber wäre es vielleicht möglich, dass es im April an Eurer Connect-Schulung teilnimmt, um auch dort Erfahrungen zu sammeln?

Herzliche Grüße aus "kurz hinter Hamm", Jan

Hi Jan,Chance verpasst

Hi Jan,

Chance verpasst ;-)

Aber das können wir ja nachholen und das Thema nochmal vertiefen - lass uns einfach mal mailen oder skypen. Und was die Fortbildung betrifft, so kann Sich dein Doktorand gerne anmelden - sie ist für Externe geöffnet :-).

:-) Nicole