Rezept des Abends

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So lautete das Kompliment für meinen Beitrag zur Bottle-Party am Samstag in Bielefeld. Dabei waren die Zubereitung und der Transport gar nicht so ganz einfach. Freitagabend bin ich noch los gehetzt und habe alle Zutaten besorgt - und man glaubt gar nicht, wie schwer es ist, hier in Rath Dinkelmehl zu besorgen. Samstagmorgen ging's dann ans Rühren und Backen. Und wie schon bei meinem letzten Backexperiment musste ich davon ausgehen, dass der Kuchen nix wird. Nach Ablauf der Backzeit von 35 Minuten war das Innenleben noch komplett flüssig. Auch zwanzig Minuten später war keine Änderung des Aggreatzustandes festzustellen. Aus Trotz habe ich dann dennoch den Backofen ausgestellt und den Kuchen einfach noch eine weitere halbe Stunde darin "schmoren" lassen. Endlich fertig stellte ich fest, dass ich gar keine Dose für den Transport besitze. Also musste eine alte Platte von Muttern dran glauben, die aber leider ein wenig zu klein war. Naja, macht nix: Ich schneide einfach an den Enden etwas ab, probiere damit, ob der Kuchen überhaupt genießbar ist und überdecke ihn anschließend mit Kuvertüre. Gedacht, getan. Nachmittags ging's dann auf die Reise. Es war Samstag und ich hatte völlig vergessen, dass Fußball-Fans ganz Deutschlands die Regionalzüge besetzt halten. Also wackelte der Kuchen munter zwei Stunden auf meinem Schoß hin und her und durfte sich gemeinsam mit mir die verschiedensten Varianten aktueller Sankt-Pauli-Hymnen anhören. Welch eine Freude. Aber dennoch ist eben dieser Kuchen so gut angekommen ("Der ist nicht so trocken wie andere Nusskuchen" - welch Wunder), dass meine Platte Abends ratzeputz leer gegessen war. Für Nachahmungstäter folgt nun das Rezept (welches übrigens aus Basic baking vom GU-Verlag stammt). Fetter Nusskuchen 2 Tafeln Lieblingsschokolade (200g) (bei mir: Herbe Sahne vom Aldi), 200g gem. Haselnüsse, 6 Eier, 130g Mehl (bei mir: Dinkelmehl), 1 TL Backpulver, 1 TL Zimt, 200g weiche Butter (bei mir: Magarine), 250g Zucker, 1 Prise Salz, 200g Haselnussglasur (bei mir: dunkle Glassur) Für die Form: Butter Backzeit: 35-40 Minuten bei 200 Grad, 30 cm Kastenform

  1. Beide Tafeln Schokolade schnappen und zusammen grob raspeln, mit den Nüssen vermischen. Die Eier trennen. Mehl mit Backpulver und Zimt mischen.
  2. Den Backofen schon mal auf 200 Grad vorheizen (ohne Vorheizen: Umluft 180 Grad). Die Butter mit dem Zucker cremig rühren, dann nach und nach die Eigelbe darunterrühren. Die Nuß-Schoko-Mischung unter die Buttermasse mengen, die Mehlmischung locker unterrühren. Die Eiweiße mit Salz steif schlagen, unterheben. Mein Tipp: Die Eiweiße als aller erstes schlagen, das spart das Spülen der Rührschlägel!
  3. Form gut buttern und den Teig reinfüllen. Kuchen auf der mittleren Schiene 35-40 Minunten backen (bei mir: 35+20 Minuten bei 180 Grad +30 Minuten im noch heißen Backofen!). Stäbchenprobe zur Sicherheit! Den fertigen Kuchen 5-10 Minuten in der Form ausdampfen lassen, dann auf ein Gitter stürzen, über Nacht ganz kalt werden lassen (oh, das lese ich zum ersten Mal).
  4. Glasur nach packungsaufschrift erhitzen und über den Kuchen gießen. Nusskuchen noch mal eine Viertelstunde in den Kühlschrank stellen, dann kann's losgehen.

Na dann, viel Spaß bei der Nachahmung!

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Kommentare

Lecker, bin zwar kein

Lecker, bin zwar kein Backfreak, aber bei der Anleitung. LG Barbara