Sydney

Auf meiner Rückreise von Neuseeland hatte ich gut zwölf Stunden Aufenthalt in Sydney. Zeit genug, um sich die Stadt im Schnelldurchlauf anzuschauen - zumal ich eh durch den Zoll durch musste, um meinen Rucksack abzuholen und neu einzuchecken (ich vermute, dass ich hätte ich beim Hinflug auch machen müssen - dann hätten mein Rucksack die gleiche Reiseroute genommen).

Nachdem der Rucksack abgeholt und in der Gepäckaufbewahrung abgegeben sowie ein wenig Geld in Australische Dollar getauscht ist, nehme ich den Zug zur Central Station. Von dort gehe ich zu Fuß weiter. Prinzipiell muss ich immer gerade aus (ca. 3 km) gehen, um zum Opera House und zur Harbour Bridge zu kommen, die beiden Wahrzeichen der Stadt. Ich entscheide mich aber für einen kleinen Schlenker nach links, spaziere ein wenig durch Chinatown, die mich allerdings wenig beeindruckt hat, um mir dann den chinesischen Garten im Tumbalong Park anzuschauen. Eine wirklich schöne Gartenanlage, die im Vergleich zu den mir bekannten asiatischen Gärten sogar verhältnismäßig groß war - leider störte jedoch der Baulärm um den Garten herum die Idylle.

Ich lasse den Garten hinter mir und wandele weiter durch die Straßen Sydneys. Die Stadt kommt mir umheimlich groß und voll vor - so viele Menschen habe ich die gesamten drei Wochen vorher nicht gesehen. Das Stadtbild ist geprägt durch kleine, alte Häuser in deren Schatten moderen Hochhäuser aufragen. Imme wieder tauchen kleine Kirchentürme zwischen den Wolkenkratzern auf, manchmal fühle ich mich (dadurch) ein klein wenig an Hamburg erinnert. Nachdem ich zurück auf der George Street angekommen bin, folge ich ihr, da sie mich an mein Ziel führen wird. Dabei komme ich an einigen Einkaufsgalerien, die die George Street mit der Pitt Street verbinden. Es lohnt sich, diese zu durchqueren. Es handelt sich um wunderschöne alte Arkaden, wie z.B. "The Strand", erbaut im Jahr 1891, die mich durch ihre Innenarchitektur absolut beeindrucken.

Endlich am Hafen angekommen, schlender ich erstmal Richtung Harbour Bridge, um von dort aus das Opernhaus abzulichten. Neben vielen Touristen findet man auf den Weg dorthin auch viele Straßenkünstler, die Atmosphäre ist sehr gelassen. Anschließend gehe ich auf die andere Seite und schaue mir die Sydneyer Oper mal aus der Nähe an.  Ich stelle fest, dass es sich gar nicht um ein Gebäude handelt, wie ich bis dato dachte, sondern es mehrere unterschiedlich große "Muscheln" sind, die die Silouette der Oper prägen.

Viele Fotos später trete ich den Rückweg an, bummel noch mal durch die Pitt Street Mall, genieße ein kleines Schokotörtchen mit Vanillecreme und steuere wieder auf die Central Station zu. Ich habe gerade mal fünf Stunden für diese Tour gebraucht, eigentlich wäre noch Zeit genug, aber ich bin doch etwas nervös und trete daher den Rückweg zum Flughafen an. Bis zum Check-in muss ich noch warten, aber naja ....

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