So finster die Nacht

Nachdem dieser Film letztes Wochenende noch nicht hier in den Kinos lief, konnte ich mich glücklicherweise Dienstag Tanja und Maik anschließen, deren Wahl für den Kinodienstag auf den schwedischen Film "So finster die Nacht" gefallen war. Als skandinavischer Film, damit kein Mainstream, Gewinner diverser Filmfestivals und einer hervorragenden Kritik in der Cinema hatte er nicht nur wegen der Vampirthematik sehr früh mein Interesse geweckt.

Und meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht. Im Nachhinein fand ich den Film wirklich gut.

Im Film geht es um den 12-jährigen Jungen Oskar, der allein mit seiner Mutter in einer Trabantenstadt Stockholms lebt, keine Freunde hat und zudem noch von einigen Klassenkameraden auf ziemliche fiese Arten schickaniert wird. Heimlich probt er mit einem Messer den Aufstand gegen diese Jungs. Dabei lernt er eines Abends auf dem kargen Klettergerüst vorm Haus Eli kennen, ein 12-jähriges Mädchen, welches ihm aber von Anfang an klar macht, dass sie nicht befreundet sein können. Der Grund liegt nahe - Eli ist nämlich kein 12-jähriges Mädchen, sondern ein sich von Menschenblut ernährender Vampir. Dennoch, langsam entwickeln die beiden eine Beziehung zueinander, es entsteht eine Art Freundschaft, wie sie nur zwischen zwei sehr eigenen und distanzierten Menschen entstehen kann.

Im weiteren Verlauf wird Oskar weiter von seinen Mitschülern gehänselt und drangsaliert. Eli kämpft mit ihrem Vampirdasein, hat sich in gewisser Weise aber damit abgefunden, dass sie hin und wieder morden muss. Oskar wünscht sie, dass er ein wenig mehr so sei, wie sie, damit er sich gegen seine Mitschüler durchsetzen könne. Doch er schafft es nicht ...

Der Film zeichnet sich durch seine langsame und ruhige Erzählweise aus. Die Kamera arbeitet mit hoher Tiefenunschärfe - z.B. wird nicht immer die Person in den Vordergrund gehoben (d.h. scharf dargestellt), die spricht. Eine interessante Technik. Durch diese Fokusierung werden Aussagen unterstrichen und in eine bestimmte Richtung gelenkt. Auch wenn dieser Film dem Vampir-Genre zugeordnet wird, klassisch ist er wohl in keinster Weise. Auch wenn es an einigen Stellen die entsprechenden Splatterszenen gibt, so steht Oskar mit seinen Problemen, seine Art, damit umzugehen und die Beziehung zu Eli im Vordergrund. Und dieser Teil ist eher erschütternd realistisch.

Wie schon erwähnt: Ich mag den Film, nicht nur weil er auf interessante Art und Weise Genre miteinander verbindet, eine anrührende Geschichte erzählt und eine eher unübliche Kameratechnik einsetzt, sondern weil er mich auch im Nachgang noch beschäftigt hat. Das ist für mich meistens ein positives Qualitätsmerkmal.

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from darktiger.org on So, 22/02/2009 - 17:03
Uiihh, ein Vampirfilm aus Schweden. Klingt zumindest interessant. Maik hatte entschieden, dass wir den sehen wollen und den neuen Film mit Robert de Niro und Al Pacino auf den nächsten Kinotag verschieben sollen. Nicole hat sich uns dann angeschlosse

Kommentare

Nun ist auch die Kritik von

Nun ist auch die Kritik von Tanja und Maik online, die hier nicht unterschlagen werden soll: http://www.darktiger.org/home/content/so_finster_die_nacht