Tintenherz

Als jede/r von der Tintenwelt-Trilogie sprach, hatte es natürlich auch mich gepackt, schließlich habe ich ein kleines Faible für gute Jugendliteratur. Aufgrund des großen Erfolgs war die Verfilmung nur eine Frage der Zeit. Nun ist es soweit - der erste Teil "Tintenherz" ist aktuell im Kino zu sehen.

Ich bin so ziemlich ohne Erwartungen rein gegangen: Der erste Teil der Trilogie war bei den Büchern der, den ich am schlechtesten fand, zuviel erinnerte mich an andere Bücher wie "Die unendliche Geschichte" oder "Alice im Wunderland". Eigentlich habe ich nur weitergelesen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht.

Mit einer sehr ähnlichen Stimmung bin ich dann auch ins Kino: Ich wollte nur wissen, was sie aus dem Buch im Film gemacht haben. Eine Freundin war schon von den Trailern sehr enttäuscht, da die Charaktäre nicht exakt so aussehen, wie im Buch beschrieben (beispielsweise Eleonor, gespielt von Helen Mirren). Andere sagten, es wären schon zu viele Teile aus dem zweiten Buch im ersten Film integriert.

Ich bleibe unschlüssig. Mich stört es nicht, dass Eleonor nicht dick und ständig außer Puste ist, ich konnte ebenfalls keine störende Details erblicken, die aus dem zweiten Buch stammen. Allerdings erinnere ich mich auch nicht mehr alls zu genau an die Details. Einiges stimmt in der Reihenfolge nicht - aber das ist ja bei Filmen oft so. Auch kam mir das Ende "happier" vor, als ich es vom Lesen in Erinnerung habe. Aber sonst finde ich, dass es gar keine so schlechte Verfilmung ist. Besonders meine Lieblingsfigur aus dem Buch, der Gaukler Staubfinger, hat es auch im Film geschafft, dass ich für sein gutes Ende hoffe - und das, obwohl aufgrund seiner Schwächen nicht nur liebenswert ist.

Mein Fazit: Wer das Buch mochte, wird den Film wohl auch mögen. Ich selbst bleibe da ein wenig uneins und warte gespannt auf Tintenblut, der meiner Meinung nach spannenste Teil.

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