Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen

Kurz vor meinem Umzug habe ich mir endlich mal die geliehenen Bücher einer Freundin zu Gemüte geführt. "Bis(s) zum Morgengrauen" und "Bis(s) zur Mittagsstunde" haben den Umzug trotz den knappen Zeit doch in einem Karton verbracht - durchgelesen. Der dritte Band "Bis(s) zum Abendrot" war das Buch in der Reisetasche. Während dieser stressigen Zeit habe ich diese leichten, mitreißenden Bücher als echte Etnspannung angesehen. Als ich kurz darauf las, dass der erste Band schon bald ins Kino kommen würde, stand fest, dass ich ihn sehen muss.

Gestern war`s dann soweit. Um den riesigen Teeniemassen zu entgehen, hatte ich mich für die 18 Uhr statt 20 Uhr-Vorstellung entschieden. Blöderweise müssen Teenager wohl doch früher zu Hause sein als ich dachte, so dass auch in meiner Vorstellung (wie ein Typ nach dem Film sagte, der nun selbst auf den Einlass wartete) "die gesamte Klasse 10b" vertreten war (und ich die Lehrerin?). Egal! Was schrieben die Kritiken doch gleich? Zitat aus der Mail besagter Freundin: "spiegel findet es okay.... Knut Elstermann, der Kinokritiker von Radio1 meint, dass es nur für echte Fans des Buches etwas taugt....." Und meine Cinema sagt: "Mädchen werden bei dieser Teenie-Romanze dahinschmelzen. Für ein Publikum außerhalb der Zielgruppe lässt die kitschige Vampirstory aber den nötigen Biss vermissen." Tja, dann muss ich mir jetzt wohl eingestehen, dass mein emotionales Alter scheinbar nur der Hälfte meines tatsächlichen Alters beträgt - eine Erkenntnis, über deren Auswirkungen ich mir mometan noch nicht so ganz im Klaren bin.

Den Film (auch nur annährungsweise) objektiv zu bewerten, fällt mir dieses Mal besonders schwer. Klar ist, es handelt sich nicht um einen Film des Vampir-Genres, sondern eindeutig um ein Liebesdrama. Ebenso klar ist, es ist eine Buchverfilmung, die aus Zeit- und Dramaturgiegründen, Inhalte kürzt und teilweise anders anordnet. Kann gut sein, dass dadurch einige für das Nachvollziehen von Handlungen nicht ganz triviale Inhalte verloren gehen, über die die Leserin jedoch Bescheid weiß (z.B. Hintergrundwissen der Familie Cullen) - und sie damit nicht vermisst.

Bevor ich ins Kino gegangen bin, hatte ich die ärgsten Befürchtungen: Wie werden die besonderen Eigenschaften der Vampirfamilie dargestellt? Gelingt es, den Vampirkörper bei Sonnenicht so zu zeigen, wie ich ihn mir vorgestellt habe? Schaffen die Schaupieler/Schauspielerinnen es, das Knistern und die Selbstbeherrschung glaubwürdig umzusetzen? All das ist aus meiner Sicht gelungen.

Spannend wird nun die Umsetzung der folgenden Teilen, wenn neben den Vampiren die Verwandlung der Werwölfe noch hinzukommt. Wir werden sehen.

Andererseits: "Bis(s) zum Morgengrauen" war meiner Meinung nach das eindeutig stärkste Buch der Serie, danach ging es kontinuierlich abwärts. Ob die Verfilmungen dann mehr hergeben, ist also fraglich.

Und trotzdem: Ich warte schon gespannt auf Band 4 "Bis(s) zum Ende der Nacht". Irgendwie hat mich diese Serie einfach gepackt ...

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Kommentare

Hallo Nicole,auch ich war

Hallo Nicole,

auch ich war letzten Sonntag in dem Film Twilight und bin ein Fan (zumindest der ersten beiden Bände). Bezüglich des Alters habe ich mir die selben Fragen gestellt wie du, nur zur Beruhigung ;)

Den Film fand ich, genauso wie du recht gut umgesetzt, insbesondere wenn ein Film aufgrund eines "Hypes" entsteht (s. Eragon). Einige Passagen waren zwar doch recht kitschig-aber das war ja zu erwarten. Allerdings wirkte die Atmosphäre im Film widerum gar nicht so sehr wie ein Teeniefilm- mir hat's gefallen.

Ich kann dir nur noch sagen: persönlich finde ich das vierte Buch ist eine totale Zeitverschwendung... :( (Kauf es dir bloß nicht!) Da kann man nur hoffen, dass das Buch aus Edwards Sicht wieder besser wird!

Liebe Grüße,

Marianne

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Gut zu wissen, dass ich nicht die einzige "Altersgestörte" bin. Ich habe meine Tante übrigens auch mit diesem Film erwischt, mit meiner 17-jährigen Cousine hatte sie allerdings ein Alibi ...