Workshop Barrierefreiheit

Dienstag haben wir unseren ersten Workshop im Rahmen unserer Projekts RuhrCampusOnline durchgeführt. Eingeladen waren die Projektnehmer/innen der drei UAMR-Universitäten, deren E-Learning-Projekte derzeit von uns finanziell gefördert werden. Neben einem kleinen Erfahrungsaustausch zum Schluss, hatten wir als Referenten zum Thema "Barrierefreiheit" Björn Fisseler von der TU Dortmund (Fakultät für Rehabilitationswissenschaften/ -technologien) eingeladen.

Nach dem §11 des Behindertengleichstellungsgesetzes sind ja gerade wir im öffentlichen Bereich dazu angehalten, unsere Online-Angebote barrierefrei zu gestalten, doch was genau das alles beinhaltet, ist vielen nicht ganz klar. Sicher denkt jeder zuerst an "Internet für Blinde", wie aber Herr Fisseler ausführte, geht ein barrierefreies Web weit darüber hinaus und beinhaltet nicht ausschließlich nur körperliche Einschränkungen (ein Aspekt, der meines Erachtens oft zu wenig beachtet wird und mich damit vor einigen Jahren auf das Thema meiner Diplomarbeit brachte). Mehr als 12% der Studierenden sind in irgendeiner Form durch Krankheit oder Behinderung eingeschränkt, eine Zahl, die sicherlich kaum jemand vermutet, wenn er/sie in einen Hörsaal schaut.

Anhand von 14 Kriterien erläuterte Björn Fisseler, was Barrierefreiheit bedeutet und wie diese zu erreichen ist. Viele der im Workshop vorgestellten Tools und Leitfäden - wie etwas der Farbkontrast-Analyser - können auf der Website http://wob11.de eingesehen werden. Ein Blick lohnt sich! Dort findet frau Tests über diverse Lernplattformen (u.a. auch A-Tutor - eine Lernplattform, die wir im Rahmen von Educational Media ebenfalls mal in der Gruppe evaluiert haben), Hinweise zur Gestaltung von barrierefreien Textdokumenten als auch Präsentation sowie eine umfangreiche Liste mit hilfreichen Verweisen zum Thema.

Auch wenn wir selbst mit einigen technischen Pannen zu kämpfen hatten - und damit alles andere als "barrierefrei" waren - denke ich doch, dass der Workshop bei unseren Projektpartnern & -partnerinnen gut angekommen ist und wir alle viel Input mit hinausnehmen konnten. Zum Glück gab's eine schriftliche Zusammenfassung, die uns dabei helfen wird, das gehörte auch im Bedarfsfall schnell nachzulesen und umsetzen zu können ;-)

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