Eigentlich hatte ich es mir schon längst vorgenommen, noch ein paar Zeilen zum nun erfolgreich abgeschlossenen Studium Educational Media zu schreiben. Bisher siegte jedoch immer die Faulheit. Durch eine Mail einer Studieninteressierten, die über meinen Blog gestolpert ist und mir Fragen zu meinen Erfahrungen gestellt hat, fühle ich mich nun aber bestärkt, doch endlich mal ein Resümee zu ziehen.
Über zwei Jahre ist es her, dass wir - damals noch zu zehnt - angefangen haben, in zwei Lerngruppen berufsbegleitend zu studieren. Begleited haben uns Themen wie Lernpsychologie, didaktisches Design, E-Moderation, technische Grundlagen, Projektmanagement, Wissensmanagement, Medienpädagogik, Bildungsmanagement. Der Begriff Web 2.0 ist mir damals erstmalig über den Weg gelaufen, nur einige Wochen später war ich selbst eine, die das Web 2.0 mitgestaltet. Gemeinsam gelernt und abgestimmt haben wir mit einem Wiki, Google-Docs, Netucate und Connect, Teamspeack und Skype, ICQ, Doodle und vielen weiteren Tools, auf die uns Dirk, aber auch Peter gebracht haben. Ich habe selbst mit dem Bloggen begonnen - vor zwei Jahren empfand ich es noch als Zumutung, bloggen zu müssen - kein Mensch will schließlich wissen, wie ich im Studium voran komme. Doch es fing an Spaß zu machen, der Austausch mit anderen wurde immer größer. Nicht nur über's Bloggen, aber auch.
Und was hat das Studium nun gebracht - außer, dass ich immer noch blogge? Eine ganze Menge! Neben viel Spaß habe ich die Erfahrung gemacht, viel zu Lernen! Der Praxisbezug und die unterschiedlichen Perspektiven der anderen Lerngruppenmitglieder waren einfach super - es fiel mir relativ leicht, Inhalte zu merken, Klausurvorbereitungen verliefen viel unproblematischer als früher. Meine eigenen Berufserfahrungen konnte ich theoretisch untermauern und einen Theorie-Praxis-Transfer herstellen, der für meine Arbeit nicht ganz unwichtig ist. Außerdem bin ich Teil eines Netzwerkes geworden, im dem ein ständiger Austausch zu E-Learning-Themen stattfindet. Mir fällt es so viel leichter, auf dem aktuellen Stand zu bleiben und an aktuellen Diskussionen teilzuhaben.
Daher kann ich das Studium nur weiter empfehlen. Es ist zwar nicht immer ganz einfach, aber es lohnt sich. Wir haben jede Menge in den gut zwei Jahren gelernt. Und wenn's mal mit der Motivation bergab ging - und das ging's bei jedem/jeder von uns mal - dann haben wir uns gegenseitig gestützt und aufgefangen. Eine Erfahrung, die ich so in meinem ersten (Präsenz-)Studium nicht gemacht habe.
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